Unruhe und Unsicherheit bestimmt das Geschehen an den Devisenmärkten, über die Situation Griechenlands und mögliche Auswege wird heftig spekuliert.
Trotz entschiedener Dementi aus höchsten Regierungs- und Finanzkreisen scheint der Austritt des hochverschuldeten Landes aus der Euro-Zone längst keine undenkbare Option mehr zu sein.
Seitwärtsrange zwischen den großen Währungen
Euro/US-Dollar tendieren in den letzten Tagen seitwärts, der Euro-Rückgang von 1,46 auf 1,41 fand schon Anfang Mai statt. Die Finanzmärkte hatten die aktuelle Krise wie üblich antizipiert. Der Chef der Eurogruppe Juncker sprach am 17.05.2011 von einem untragbaren griechischen Schuldenniveau.
Private Gläubiger werden wohl ihre griechischen Anleihen prolongieren müssen, das wäre die mildeste Form ihrer Beteiligung an der Schuldenmisere – der Verzicht auf höhere Zinsgewinne.
Junckers Einlassungen belegen hingegen, dass im Fall aller Fälle die nötigen Anstrengungen womöglich doch unternommen werden, um die systemischen Risiken, die von Griechenland ausgehen, professionell zu managen.
Damit wird die Abschirmungspolitik fortgesetzt, die derzeit den Schlüssel zur Stablilität der Weltfinanzen darstellt. Diese Stabilisierung hat ihren Preis, mit insgesamt 33,5 Billionen Dollar intervenierten alle G-30-Nationen nach der 2008er Finanzkrise in die Märkte. Zwei Drittel der Garantien wurden allerdings bis heute nicht abgerufen.
Die Weltwirtschaft ist gesund
Die Interventionspolitik hatte ihren Preis, war jedoch auf atemberaubende Weise erfolgreich. Man darf auf 70 Prozent gesunde Weltwirtschaft verweisen, wovon 50 Prozent auf die Schwellenländer, 20 Prozent auf die entwickelten Industriestaaten entfallen.
In diesen 70 Prozent hat in den letzten zwei Jahren fiskalische Gesundung stattgefunden. Wenn sich dieser Trend bestätigt, dürften die Währungsverhältnisse zwischen Euro und US Dollar auf mittelfristige Sicht wenig schwanken.
Bild: http://www.flickr.com/photos/moneyblognewz/5264748124/ – Black and White US Dollar von MoneyBlogNewz bei Flickr
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